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seit einiger zeit waren wir nordlichter schon auf verschiedenen mittelaltermärkten unterwegs - leider bisher ohne dach über dem kopf
um das zu ändern beschlossen wir anfang des jahres 2004 ein oder zwei kleinere lagerzelte für die nordlichter zu bauen:


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wir wussten auch schon wie die zelte aussehen sollten - wikizelte zum aufklappen
sowas hatten wir auch schonmal auf einem markt gesehen und da einige bei uns praktisch veranlagt sind sollte so ein bisschen bastelaufwand doch kein problem darstellen
pläne waren schnell gemacht und schon konnte es losgehen

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erstens: holzbearbeitung

in buttenhausen in den tiefen der schwäbischen alb richten wir unsere basis ein und beschaffen uns allerbilligste fichtenschwarten (2,5 cm stark) beim nächstbesten sägewerk
dazu einen stapel 6x6 cm starker balken für die querstangen


jeweils vier querstangen für die wikizelte "gusstaff" und "papst johanna" werden auf 3,5 m länge gekürzt
ebenso werden pro zelt vier giebelbretter von 2,75 m länge und sechs weitere mit 2,4 m länge benötigt

nach dem groben stutzen auf die richtige länge werden die bretter an den kanten beschnitzt und behauen um eine möglichst unregelmässige struktur zu erzeugen

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gleichzeitig ist drakenson damit beschäftigt alle zeltstangen beidseitig rund zu verzapfen - kein problem für unsere diva

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nach der grundbehandlung wird das holz kräftig angebrannt (immerhin sind wir eine feuertruppe)

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nach kräftigem scheuern mit drahtbürsten wird das holz mit wachs beschmiert und nochmals ausgiebig verkohlt - beim einreiben des heissen wachs in das holz darf sich jeder soviele splitter einfangen wie er nur will
- aber dafür sieht das holz nachher super-edel aus

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zweitens: stoffbearbeitung

auf einer wahnsinnigen rundreise durch baden und württemberg treiben wir akzeptable zeltplane eine weiche baumwollschnur für zeltschlaufen und 1 cm durchmessende ösen (lochnieten) auf
natürlich ist es von allem zu wenig, aber das werden wir erst später feststellen


die plane wird sofort genässt und zum trocknen aufgehängt damit sie schrumpfen kann
in unserem basislager in buttenhausen haben wir genügend platz zur verfügung dass wir die plane im haus ausrollen und zuschneiden können - ein enormer vorteil wenn das wetter gerade mal nicht mitspielt

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dann kann namenlos von morgens bis abends die nähmaschine rattern lassen - immer unterstützt von zwei gehilfen die die tonnenschweren planenstücke bewegen
da der ehrlose maat als einziger in der lage ist die digitalkamera zu bedienen musste er sich für dieses bild von aemilian doubeln lassen
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auf die seiten der planen werden nun wie benötigt alle 12 cm entweder schlaufen angenäht oder ösen eingeschlagen
nachdem wir uns diesen ganzen aufwand mit unserem zelt gegeben haben passen wir natürlich höllisch auf dieses auf
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drittens: aufbau und andere probleme

nun brauchen wir nur noch etwas um das zelt abzuspannen
aber die abende sind lang und mit ein bisschen beschäftigungstherapie ist auch dieses problem schnell gelöst - unsere lederabspanner
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und schon nach vier wochenenden (donnerstag bis dienstag) können wir die zelte (fast ohne plane) aufstellen - endlich
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so sieht eine hintere ecke von unseren kleinen wikis aus - man beachte den metallring auf dem zapfen der vor aufsplitterung schützen soll
durch diese zapfen werden noch löcher geschlagen damit die bretter verkeilt werden können - dann steht das zelt absolut sturmsicher
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kryptische symbole schleudern unseren feinden flüche entgegen und schützen uns vor blitzschlag und steuereintreibern
nebenbei sagen sie uns welche bretter zusammengehören
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so können wir unsere wikis aufstellen
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und so auch - fertig ist die zeltstadt
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auf dem markt sieht das ganze dann so aus:
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